TIKONDO — The Timezone of Elegance
Watch Glossary

Terms from A to Z

The key watch terms explained clearly — for newcomers and collectors who want to understand the craft behind the dial. 98 entries in total.

A7 terms

Abbeizen

Bezeichnung für das Absenken oder Entfernen der Unruh-Spirale-Feder bei Reparaturen; im weiteren Sinne das vorsichtige Lösen feinmechanischer Bauteile.

Automatikwerk

Selbstaufziehendes Uhrwerk, das durch die Armbewegung des Trägers über einen Rotor aufgezogen wird. Die Vorteile sind Bequemlichkeit und ein gleichmäßiger Federzug.

Anker (Ankerhemmung)

Bauteil der Hemmung, das die Ganggenauigkeit steuert und das Hemmungsrad Schritt für Schritt freigibt (oft als Schweizer Ankerhemmung ausgeführt).

Antimagnetisch

Gehäuse oder Werk mit erhöhtem Schutz gegen Magnetfelder, geprüft nach ISO 764; relevant für Alltag und technische Arbeitsumgebungen.

Applikation

Aufgesetztes Element auf dem Zifferblatt (z. B. Indices oder Marken-Logo), oft in Gold oder Leuchtmasse ausgeführt.

Aufzugskrone

Bedienelement seitlich am Gehäuse zum manuellen Aufziehen und Stellen von Zeit sowie Datum.

Aufziehfeder

Andere Bezeichnung für die Triebfeder im Federhaus, die den Antrieb der mechanischen Uhr speichert.

B4 terms

Breguet-Spirale

Spiralfeder mit angehobener Endkurve, die den Gang in unterschiedlichen Lagen verbessert und bei hochwertigen Werken verbaut ist.

Breguet-Zeiger

Zeiger mit hohl ausgearbeitetem Apfel-Kreis nahe der Spitze, klassisch-elegantes Stilelement vieler Manufakturuhren.

Brillanz

Sammelbegriff für die Lichtreflexe an geschliffenen Zifferblättern, Indices oder Glasflächen.

Brücke

Trägerplatine im Uhrwerk, die Achsen und Bauteile fixiert; bei offenen Werken mit Saphirglasboden sichtbar.

C5 terms

Chronograph

Komplikation, die als Stoppuhr funktioniert und über Drücker zu bedienen ist. Daten wie Zwischenzeiten und Runden werden messbar.

Chronometer

Präzisionsuhr, die eine offizielle Gangprüfung (z. B. COSC) bestanden hat. Höhere Ganggenauigkeit als Standarduhren.

COSC

Contrôle Officiel Suisse des Chronomètres – Schweizer Prüfinstitut, das Chronometer-Zertifikate vergibt.

Complication

Sammelbegriff für jede Funktion über reine Stunden-/Minuten-/Sekundenanzeige hinaus.

Côtes de Genève

Feiner Streifenschliff auf Werkteilen (Genfer Streifen), ein Qualitätsmerkmal hochwertiger Finissage.

D4 terms

Drehlünette

Drehbarer Ring am Gehäuse, z. B. zum Ablesen von Tauchzeiten (Taucherlünette) oder einer zweiten Zeitzone.

Datumsanzeige

Fenster oder Sub-Zifferblatt, das den aktuellen Tag des Monats zeigt, über die Krone verstellbar.

Drücker

Bedienelemente (Pushers) eines Chronographen zum Start/Stop/Reset oder für Komplikationen.

Doppelfalz

Variante der Gehäuseboden-Verschraubung, die Druck und Einflüsse besonders abdichtet.

E4 terms

ETA

Bekannter Schweizer Werkhersteller, der Basis-Kaliber an viele Marken liefert (z. B. Valjoux für Chronographen).

Ewiger Kalender

Komplikation, die Datum, Wochentag, Monat und Schaltjahre bis 2100 korrekt automatisch anzeigt.

Emaille-Zifferblatt

Pulver-Emaille, gebranntes Zifferblatt; tief farbig und extrem alterungsbeständig.

Ewige Komplikationen

Auf Französisch Grandes Complications – Uhren mit mehreren Komplikationen wie Répétition, Tourbillon und Ewigem Kalender.

F5 terms

Federhaus

Behälter für die Zugfeder, der die Antriebsenergie speichert; entscheidend für die Gangreserve.

Flyback

Funktion eines chronographischen Werks, bei der beim Drücken des Drückers der Stopp sofort zurückgesetzt und erneut gestartet wird.

Frequenz

Schwingungen pro Stunde (A/h) des Werks; typisch 28.800 oder 36.000 A/h – höhere Frequenz glättet den Gang.

Funktionstest

Vom Hersteller vorgegebener Prüfzyklus über Wasserdichtigkeit, Gang und Bedienung während der Endkontrolle.

Freie Schwungmasse

Beim Automatik ein sich nach allen Richtungen drehender Rotor für effizientes Aufziehen.

G5 terms

Gehäuse

Äußere Hülle, die Werk, Zifferblatt und Zeiger schützt – typischerweise aus Edelstahl, Titan, Gold oder Keramik.

Gangreserve

Zeitraum, den ein voll aufgezogenes Werk läuft, bevor es stehen bleibt; klassische Uhren 30–80 h, manche bis zu 8 Tagen.

GMT

Funktion zur Anzeige einer zweiten Zeitzone mittels zusätzlicher Stunde – ursprünglich für Piloten entwickelt.

Grand Feu

Echtes Glut-Emaillieren des Zifferblatts – purfarben, extrem stabil und im Luxussegment beliebt.

Geneva Seal

Genfer Gütesiegel (Poinçon de Genève): strenge Manufaktur- und Qualitätsregeln aus dem Kanton Genf.

H5 terms

Hemmung

Mechanismus, der die Energie der Feder in gleichmäßige Zeitimpulse umwandelt (Schweizer Ankerhemmung ist Standard).

Handaufzug

Manuelles Aufziehen über die Krone, kein Rotor wie beim Automatikwerk – schlanke Bauweise, bewusstes Ritual.

Hände/Zeiger

Stunden-, Minuten- und Sekundenzeiger; Bauform variiert (Dauphine, Breguet, Baton u. a.).

Hesalit

Acrylglas, flexibel, splittert nicht – klassisches Glas der ersten Uhr im Weltraum (Omega Speedmaster).

Hüllenboden

Massiver oder offener Gehäuseboden in einer zum Werk passenden Form.

I4 terms

Incabloc

Bekannteste Stoßsicherung, die empfindliche Achsen bei Stößen absichert und Steine im Lagerring federt.

Indexe

Stundenmarkierungen auf dem Zifferblatt in Form von Strichen, Punkten oder applizierten Elementen.

Indices-Leuchtmasse

Aussparung der Indexe zum Auffüllen mit Leuchtmasse für Ablesbarkeit im Dunkeln.

In-house

Beim Manufakturbegriff von Uhrenmarken – selbst entwickelte und gefertigte Werke (siehe Manufakturwerk).

J2 terms

Jubilee-Armband

Fünfreihiges Metallband, 1947 für eine Rolex-Jubiläumsuhr eingeführt – bis heute ein Klassiker.

Jakobsstab

Historisches nautisches Messinstrument, das in einigen Marine-Chronometern symbolisch auf dem Zifferblatt auftaucht.

K5 terms

Kaliber

Bezeichnung für ein konkretes Uhrwerk (Baureihe), meist mit Nummer versehen und identifizierbar.

Krone

Drehrad zum Aufziehen und Stellen der Uhr, seitlich am Gehäuse; mit Dichtung ausgestattet.

Komplikation

Sammelbegriff für jede Funktion jenseits der Grundanzeige – Datum, GMT, Chronograph, Mondphase etc.

Keramik

Modisches Gehäusematerial: extrem kratzfest, farbbeständig und hautsympathisch – oft bei Sport- und Taucheruhren.

Kratzer

Spuren im Gehäuse/Glas durch Abrieb. Saphirglas ist deutlich kratzresistenter als Kunststoff.

L4 terms

Lünette

Ring, der das Glas umschließt; funktional drehbar (Tauchlünette, GMT-Lünette) oder rein dekorativ.

Leuchtmasse

Beschichtung, die Zeiger und Indices im Dunkeln sichtbar macht – heute meist Superluminova, früher oft Tritium.

Lagerstein

Künstlicher oder natürlicher Rubin als Lager zur Reibungsminimierung in hochwertigen Werken.

Langprüfung

Mehrere Tage dauernde Überwachung des Ganges im Rahmen von Manufaktur- oder COSC-Zertifizierungen.

M5 terms

Manufakturwerk

Werk, das von einer Marke selbst entwickelt und gefertigt wird (In-house) – Status- und Qualitätsmerkmal.

Monduhr (Mondphase)

Komplikation, die die Mondphasen anzeigt – klassisches, ästhetisches Element hochwertiger Uhren.

Mineralglas

Gehärtetes Uhrglas, mittlere Kratzfestigkeit – günstig, jedoch anfälliger als Saphir.

Mikrorotor

Kleinformatiger Rotor, der in die Werkshöhe integriert ist – gewährt flache Bauweise und Blick auf das Werk.

Métiers d'Art

Handwerkliche Künste der Haute Horlogerie: Emaille, Gravur, Guilloché und Skelettierung.

N2 terms

Nivarox-Spirale

Moderne Spiralfeder aus einer speziellen Legierung, die unempfindlich gegen Magnetismus und Temperaturschwankungen ist.

NATO-Armband

Einstückiges NATO-Textilband, robust und fussfrei – etabliert durch militärische Beschaffungen und Modewellen.

O2 terms

Opalines Zifferblatt

Seidig mattes Zifferblattfinish, halbreflektierend, oft bei klassischer Luxus-Optik verwendet.

Offener Boden

Gehäuseboden mit Saphirglas, das Werk bleibt sichtbar – zeigt Schmuck und Sorgfalt der Finissage.

P5 terms

Perpetual

Bei Rolex der Begriff für Automatik-Aufzug (perpetual rotor) – eingeführt 1931.

PVD

Physical Vapor Deposition: dünne Hartstoffbeschichtung, meist in Schwarz oder Goldtönen – kratzfest und dekorativ.

Perlage

Kreisendes Schleifmuster auf Platinen und Gehäusedeckeln – klassisches, dekoratives Finish.

Poinçon de Genève

Genfer Gütesiegel, das höchste Qualitäts- und Herkunftslabel der Haute Horlogerie.

Powermatic

Bezeichnung von Tissot für Automatik-Editionen mit verbesserter Spiralfeder und erhöhter Gangreserve.

Q2 terms

Quarz

Elektronisches Werk, das die Schwingung eines Quarzkristalls als Taktgeber nutzt; sehr genau und wartungsarm.

Quick-Change

Schnellwechselmechanik für Armband oder Datum, ohne Werkzeug austausch- oder verstellbar.

R4 terms

Rotor

Halbkreisförmiges Gewicht beim Automatikwerk, das durch Armbewegung das Werk aufzieht – zentrales Element der Selbstaufladung.

Rattrapante

Schleppzeiger-Chronograph: zwei übereinanderliegende Stoppzeiger erlauben Zwischenzeiten des laufenden Zeigers.

Répétition

Komplikation, die die Zeit auf Wunsch akustisch wiedergibt – Stunden, Viertel und Minuten.

Réserve de Marche

Französisch für Gangreserve – die Dauer, die ein voll aufgezogenes Werk läuft.

S5 terms

Saphirglas

Sehr kratzfestes Uhrglas aus künstlichem Saphir (Härte 9); Standard im Luxussegment.

Skeleton (Skelettierung)

Offen gearbeitetes Werk, bei dem so viele Bauteile wie möglich sichtbar sind – High-End-Handwerkskunst.

Schwungteil

Andere Bezeichnung für den Rotor des Automatikwerks.

Superluminova

Markenname für moderne, radioaktionsfreie Leuchtmasse – langleuchtend nach Lichtaufnahme.

Stahl / Edelstahl

Hartes Korrosions-schützendes Material für Gehäuse und Bänder – Standard 316L bei Luxusuhren, 904L bei Rolex.

T5 terms

Taucheruhr

Uhr für Unterwasserbetrieb nach ISO 6425 mit Lünette, Wasserdichtigkeit und Leuchtmasse; Mindestanforderung 100–200 m.

Tourbillon

In einem Käfig rotierende Hemmung, um den Einfluss der Schwerkraft auszugleichen – Haute Horlogerie.

Tachymeter

Skala zur Messung von Geschwindigkeit über eine Referenzstrecke, häufig auf der Lünette angebracht.

Tritium

Früher verwendete radioaktive Leuchtmasse; heute durch Superluminova/Luminova ersetzt (nicht radioaktiv).

Two-Tone

Zweifarbige Kombination aus Edelstahl und Gold – klassisch und stilvoll, bei Rolex als Rolesor bekannt.

U3 terms

Unruh

Schwingendes Herz des Werks; ihr Takt bestimmt die Ganggenauigkeit der mechanischen Uhr.

Unruh-Spirale

Paarung aus Unruh und Spiralfeder, die die Schwingung erzeugt – entscheidend für die Uhrzeit.

Uhrwerk

Das Innere der Uhr – der gesamte Mechanismus inklusive aller Bauteile (siehe Werk).

V2 terms

Velatura

Uhrensportlinie von Seiko – geprägt durch maritime Tauchsport-Optik mit typischem Kaliber.

Vollstahl

Komplettes Edelstahlgehäuse inklusive Band; wuchtig, geradlinig, modern.

W4 terms

Werk

Das Innere der Uhr – der gesamte Mechanismus inklusive aller Bauteile.

Wasserdichtigkeit

Angabe in Metern/Bar, bis zu der Druck die Uhr ausgesetzt werden darf (nicht identisch mit realer Tauchtiefe).

Weltzeituhr (GMT)

Uhr mit zweiter Zeitzone und/oder 24-Stunden-Skala für globale Zeitablesung.

Wochentag

Anzeige des Wochentags, allein oder in Kombination mit Datum – klassische Komplikation (z. B. Rolex Day-Date).

X1 term

X-Ray

Scherzname für komplett skelettierte Modelle in der Sammlerwelt; siehe Skeleton.

Y1 term

Yacht-Master

Rolex-Linie für Segler und maritime Lifestyle; drehbare Lünette und robustes Edelstahl- oder Goldband.

Z3 terms

Zentralsekunde

Sekundenzeiger, der zentral vom Werk angetrieben wird – groß und gut ablesbar.

Zifferblatt

Das Gesicht der Uhr mit Stundenskala, Markenlogo und Zeigern – optisch prägend.

Ziffern

Aufgedruckte oder applizierte arabische oder römische Zahlen als Stundenmarkierung.

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